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Kleines Kräuter-ABC
Alle Kräuter können uns sollten als Leckerchen in getrockneter Form gereicht werden. Es ist ratsam diese in einem extra Näpfchen zu servieren.
Ananas Wirkung: Steigert den Appetit, lindert Dyspepsie, hilft bei Verstopfung, ( im Bioregal in jedem Supermarkt zu bekommen. Bitte darauf achten, dass sie nur getrocknet und nicht kandiert sind…)
Brennessel Wirkung: Harntreibend, Abfallprodukte werden ausgeschwemmt, adstringierend, vermindert oder stillt Blutungen von Wunden. Die Blätter helfen bei Anämie und fördern den Milchfluss .
Dill Wirkung: Gegen Blähungen, Darmkrämpfe, steigert den Milchfluss.
Erdbeeren Wirkung: Gegen Blasengries, Blasensteine, Gicht, Leberprobleme, Nierengriess, Nierensteine, Rekonvaleszenz, Verstopfung, adstringierend, blutreinigend, harntreibend
Fenchel Wirkung: Verwendung bei Übersäuerung und Verdauungsstörung, Blähungen, wirken auch bei Magenschmerzen, fördert die Milchproduktion. Junge Chinmütter können auch Fencheltee verdünnt 1:1 mit Wasser trinken!
Gänseblümchen Wirkung: Wird verwendet bei Leberstörung, Nieren- und Blasenerkrankung, es wirkt anregend auf den Stoffwechsel von Leber und Galle, führt leicht ab, wirkt krampflösend und stärkend. Können auch gelegentlich frisch gepflückt gegeben werden. Pro Chin ca. 5 Blüten pro Woche.
Hagebutte  Wirkung: Die Hagebutten haben sehr hohen Vitamingehalt. Wegen ihres Gerbstoffgehaltes sind sie ein leichtes Durchfallmittel. Sie wirkt schwach harntreibend und lindert die Symtome von Magenentzündungen. Die Rosenblüten sind adstringierend.
Johannisbrot Wirkung: Wirkt gegen Durchfall und Husten.
 
Kamille Wirkung: Wird bei Verdauungsproblemen angewendet, man kann Schmerzen, Azidität, Gastritis, Blähungen und Koliken bekämpfen, es ist krampflösend und entzündungshemmend
Karotte Wirkung: Wird verwendet bei Darmentzündungen, Haarausfall, schlecht heilende Wunden, Ödeme
 
Löwenzahn Wirkung: Harntreibend, stimuliert die Nieren zur Ausscheidung von Giften über den Urin, bei Verstopfung. Die Wurzel hat eine reinigende Wirkung auf die Leber, regt die Gallenproduktion an: Chins nehmen es auch gern frisch!
Mariendistel Wirkung: Schützt die Leber, regt die Gallensekretion an
Papaya Wirkung: Stärkt das Immunsystem, entgiftend, entzündungshemmend,( Form s.Ananas)
Petersilie Wirkung: Harntreibend, entzündungshemmend, stimulierend, milchbildend, Wassersucht, bei Verdauungsstörungen.
Pfefferminze Wirkung: Steigert den Fluss von Verdauungssäften und Gallensekret und entspannt die Darmmuskeln. Durch Beruhigung von Schleimhäuten und Darmmuskeln hilft sie bei Durchfall und Reizdarm. Lindert Übelkeit, Koliken, Bauchschmerzen und Blähungen. Ist schweißtreibend und antiseptisch
Ringelblume Wirkung: Äußerlich hilft sie bei schlecht heilenden Wunden, Entzündungen der Haut und innerlich bei Magenbeschwerden, Darmbeschwerden
Rote Beete Wirkung: Zur Bultbildung, regt den Appetit an und fördert die Gallensekretion !Urin färbt sich rötlich, das ist normal, keine Panik!
Salbei Wirkung: Adstringierend, antiseptisch, blähungstreibend, schweißhemmend
Zitronenmelisse Wirkung: Krampflösend, schweißtreibend, blähungstreibend. Sie dient zur Beruhigung des Herzens. Sie ist ein entspannendes Tonikum bei Angst, leichten Depressionen, Unruhe und Reizbarkeit. Es lindert Nervosität, Panikanfälle und beruhigt rasenden Herzschlag. Es hilft auch bei Verdauungsbeschwerden, Magenverstimmungen, Übersäuerung, Übelkeit, Blähungen und kolikartigen Schmerzen.
 
 
 
 
 
 
Äste und Käfigeinrichtung:
Äste von Bäumen: Haselnuss, Apfle, Birke, Buche, Weide werden gern genascht und zernagt. Man sollte diese ca. 4 Wochen trocknen lassen,- aber man kann sie auch mal frisch geben.
Haselnusszweige und Birkenzweige können auch mit Blättern gegeben werden.
Brettchen im Käfig sollten unbehandelt sein! Niemals lackieren oder bemalen. Aluschienen schützen zwar vorm abnagen, aber die scharfen Chinzähne erzeugen beim Nagen Aluspäne, die einem Chinmagen bestimmt nicht gut bekommen…
Häuser, Brettchen, Wände u.s.w. regelmäßig mit Essigwasser 1:1 reinigen und desinfizieren. ( Sprühdesinfektion Rossmann, Schlecker, 1,99€ ist das günstigste ) Nach dem desinfizieren ausdünsten lassen, dann neu einstreuen.
Bei benagten Häuschen immer mal wieder kontrollieren, ob Nägel, Schrauben oder Klammern rausschauen! Entfernen, sonst Verletzungsgefahr!
 
Keine Plastiksachen im Käfig verwenden!
 
Trinkflaschen von außen, oder unannagbar anbauen, ggf. verkleiden mit etwas Holz,- sonst kann man ewig neue kaufen!
Heu immer komplett austauschen und erneuern,- ggf. Heuraufe verwenden. Pipi und Wasser lassen es schnell schimmeln!
Korkröhren und/oder Tonröhren als Versteck, zum reinlegen, anhängen u.s.w. im Baumarkt (Tonröhre), bzw. im Zoofachhandel Reptilienabteilung (Kork)
 
 
Einstreu: kann man auch mal wechseln. Das macht neugierig und es wird nicht langweilig… Es bietet sich an:
Holzpallets für Kleintiere ( versch. Sorten im Handel ) Holzkastzenstreu, günstig: Schlecker, 10l, 2,99€, wenn sie da rauf pieschen verfallen die Pallets, gut zu reinigen, weil man immer nur die Pipiecke erneuern muß.
„Woddy“ o.ä. gemischter Walsboden im Zoohandel,        Buchenspäne, ( sehr teuer )                                             Rindenmulch ( getrocknet )                                             Hanfmatten, oder andere Matten für Kleintiere (sehr teuer) Hanfstreu, Sägespäne, Kleintierstreu u.s.w.
 
Knabbersachen die Chins lieben:
Leere Klorollen, Küchenrollen, andere Papprollen            Fotokartons in Rollenform,                                              Teppichrollen (sind dicker)
Salzleckstein, Kalkstein, im Zoohandel
Ytongsteine: Das ist Kalk pur, und sehr günstig! Im Baumarkt kostet son Stein, der sehr leicht ist, ( Maße ca. 60 x 20 x 10 cm) um die 3€ etwa. Je nachdem. Den kann man durchsägen, und kleinere Teile reinlegen. Sie benagen mit wachsender Begeisterung die unterschiedlichsten Kreaturen. Kugeln, Stäbchen, Flatschen…
Naschis:
Mandeln, Haselnüsse, Haferecken, Apfelchips, Bananenchips, Kiwichips, Rosinen ( schwefelfreie )u.s.w.
Selbst dörren, wenn man einen Dörrapperat hat, oder so trocknen lassen ( geht super auf einer lauwarmen Heizung !!! ) Besonders Apfelchips sind im handel sehr teuer, und man kann sie prima selbst herstellen.
Mandeln und Haselnüsse aus dem normalen Backregal im Supermarkt!
Rosinen bitte nur schwefelfreie!!! (lidl hat die def. Und günstig ) Bei Futterrosinen immer nachfragen!!!
 
Bananenchips und andere Naschis im Internet zu bestellen z.B. bei:
Chinchilla Kiosk
Chinchilla Lädchen
u.a.
 
Badesand:
Erfahrungsgemäß ist der Attapulgus Badesand der Beste.
Multifit tuts auch.
Vitakraft nur im Notfall!
Nicht zu empfehlen: „Rosi`s Chinchillasand,- wird meist in 5kg oder 10kg Säcken günstig im Zoohandel angeboten.
Tip: Internetbestellung!!! Preise der einzelnen Shops vergleichen.
NIEMALS Vogelsand verwenden!
Wie is das mit dem Sand? Den Sand sollte man alle 2 – 3 Tage sieben,- z.B. mit einer Katzenschippe oder einem groben Sieb, so dass Knödelchen ausgesiebt werden. Pipi klumpt und wird auch ausgesiebt. Den Sand nur auffüllen,- alle 2 Wochen komplett erneuern. Sie baden um ihr Fell zu reinigen, entfetten u.s.w. Am richtigen Sand erkennt man ein schönes flauschiges Fuffiges Fell, das beim reinpusten alle Haare einzeln sich bewegen. Sieht das Chin aus, wie ne 200x gewaschene Fleecejacke is da was faul!
Nach dem anfassen, kuscheln u.s.w. baden meine ausgiebig!
Bei Wunden, und nach der Geburt das Sandbad entfernen! Infektionsgefahr! Erst wieder rein, wenn die Wunden trocken sind, und nicht mehr suppen.
 
 
 
 
Futter:
Manchmal kommt es vor, dass man Futter umstellen muß,- wenn sie z.B. nicht mehr fressen. Eine Freundin fütterte immer Berkel und nun wollen die Chins lieber Ovator,- oder der ortsansässige Zoofachhandel nimmt ein Futter aus dem Sortiment…
Meine haben die Berkel auch verweigert, und ich musste wegen Ovatorlieferschwierigkeiten umstellen. Ich füttere eine Mischung aus: Vitakraft emotions mit Hoppel Blütenmischung, und Ovator.
Gelegentlich mische ich ein paar Vitakraft “ Kügelchen“ oder Pallets unter. ( hellgrüne Pappschachteln )
Knabberstangen müssen nicht die extra für Chinchillas sein. Die günstigen von Rossmann, Schlecker, Mucki, o.ä. tun es auch! Bitte nur darauf achten, dass sie OHNE HONIG sind,- da das den Darm verkleben kann.
Wenn die Nuckels bestimmte Sachen im Futter zurücklassen, muß man eigentl. Noch ½ Tag warten, dann ist auch der Rest weggemampft. Natürlich kann man auch auffüllen, aber dann werden sie best. Sachen immer wieder liegen lassen. Kleine Feinschmecker eben.
Fellverlust, Fell abwerfen…                                                          Chins werfen wenn sie in Stress geraten,- ihr Fell ab. Manchmal haben sie dann richtig kahle Stellen am Körper. Das ist normal! Und wächst wieder nach.
Ebenso bei Paarungs- und Revierkämpfen. Die Chins jagen sich und es sieht manchmal aus, wie nach nem Massaker! Der Staubsauger sollte immer bereit stehen! Ebenso eine Fusselbürste! Manchmal nimmt je nach Bodenbelag der Staubsauger nicht alles auf. Nach ca. 4 – 6 Wochen is das Fell wieder nachgewachsen.
Wunden:
Bei Paarungs- und Revierkämpfen kann es zu blutenden Wunden kommen! Zuerst sollte man die Wunde desinfizieren. Sand rausnehmen! Je nach Tiefe empfieht es sich mit Bepanthen, Ebenol o.ä. die Wunden mit einem Wattestäbchen mehrmals täglich einzucremen. Bei tieferen Wunden den TA aufsuchen! Sollte es zu einem Exem oder Eiterbeulen unter der Haut kommen, sofort zum Doc! Antibiotikum sollte das bald beheben. Ggf. wird die Wunde aufgemacht und ausgespült.
 
Zähmen:
Aus eigenen Erfahrungen:
Ein vom Bezugsmenschen getragenes T-Shirt neben / über den Käfig legen ( Witterung wird aufgenommen ) Das Shirt ab und an wechseln.
Mit Naschis locken. (Mandel) Die Mandel ans Gitter halten,- immer dabei beruhigend mit dem Chin sprechen. Das ein paar Tage lang widerholen. Wenn das Futternapf leer ist, klappt das am besten, also vor dem Füttern annähren!
Eingewöhnung:
Die Chins in den fertigen Käfig setzen, und die Transportbox öffnen, Käfigtür schließen. Sie kommen dann bestimmt gleich neuigierig rausgekrabbelt. Dabei schon mit Ihnen reden. Sind beide raus, TP raus nehmen. Die Chins dann erstmal ein paar Stunden in Ruhe lassen. Abends oder am nächsten Tag dann schauen ( Wasser, Futter noch da? ) und wieder mit ihnen reden.
Sollten sie schon neugierig ans Gitter kommen, mit ner Mandel belohnen. Nicht die Hand wegziehen! Ganz ruhig bleiben…
Abends wenn sie munter werden, Käfig aufmachen, und Freilauf genehmigen! Sollte der Käfig höher stehen, kann man ne Art Rampe bauen, oder nen Stuhl, Hocker, o.ä. davor stellen, den sie als „Wegerleichterung“ nutzen können.
Wenn sie draußen sind, sie laufen lassen, ggf. mit auf den Boden setzen und mit ihnen reden. Das sollte vorm Füttern sein! Dann sind sie auch empfänglich für Naschis (Kappern mit der Dose, und sie kommen schon an…)
Wenn sie einen Beklettern nicht zucken,- lassen. Sollten sie anfangen an Hosenbeinen, Nieten, Bändchen wie auch immer zu nagen,- gleich NEIN sagen und erziehen!
„Kzz Kzz“ durch die Zähne zischen, kennen sie von mir als „Nein“, die anderen Chins regaieren alle schon sehr gut darauf.
Zum reinlocken hab ich immer „mach Hopp“ gesagt.
„Hmmmmmm Leckerlie“ und Dose klappern, und sie kommen sich ihr Naschi abholen.
 
Bitte beachten:
Ein Chin braucht je nachdem meist um die 2 – 3 Wochen um sich zu orientieren.
Um Kontakt zum Menschen zu haben, muss man sich jeden Abend etwas mit Ihnen beschäftigen. Auslauf sollte auch möglichst jeden Abend (unter Aufsicht) stattfinden!
Bis es richtig zahm ist kann es ewig dauern. Ein Chin wird schon als zahm bezeichnet, wenn man es anfassen kann,- ohne dass es zwickt. (Testbiss,- kein beißen, mehr nagen, ob es viell. Was essbares ist…)
Ich finde ein Chin ist zahm, wenn man es anfassen kann, es auf den Arm nehmen kann, und es sich z.B. am / im Käfig streicheln lässt. Es Naschis aus der Hand nimmt, und nicht beisst. Wenn es den Menschen, der für ihn zuständig ist beklettert, beschnuppert, angrunzt u.s.w.
Ein Chin ist kein Kuscheltier!
Sollte es die Möglichkeit haben unter ein Sofa, hinter einen Schrank, o.ä. zu krabbeln, wird er es tun! Ich habe alte Handtücher unter mein Sofa gestopft, und an der Seite zwei alte Kissen, damit sie nicht dahinter huschen können.
Kabel und Pflanzen werden grundsätzlich angeknabbert! Achtung, denn Elektroschock kann tödlich sein! Ggf. verstecken. Pflanzen können giftig sein! Welche? Bitte im I-net nachlesen. Papiere, Bücher, Hefte werden ebenso angenagt…
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